Für unser Forum durfte ich Joachim Beyer-Wagenbach und Gerald Hüther zu einem Gespräch einladen, in dem es darum geht, wie sich KI-Fake-Videos von echten Aufnahmen unterscheiden lassen. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger technische Aspekte als vielmehr Stimme, Sprache, Ausdruck und Haltung – sowie die Frage, warum Intuition und menschliche Wahrnehmung im Umgang mit künstlich erzeugten Inhalten immer wichtiger werden.
Neueste Episode aus der Podcast Reihe "Ist das Information oder kann das weg?" mit Gerald Hüther und Robert Burdy
Chinesische Psychologen haben herausgefunden, dass immer mehr Jugendliche therapeutische Hilfe bei künstlichen Intelligenzen suchen. Ist das Information oder kann das weg? Darüber reden Hirnforscher Gerald Hüther und Publizist Robert Burdy in dieser Ausgabe.
Chatbots als Therapeuten? - Podcast mit Gerald Hüther und Robert Burdy
Was zeichnet uns als Menschen aus?
Hallo zusammen,
kennt ihr das Gefühl? Ihr scrollt durch eure Feeds, lest einen Text, der eigentlich „nett“ oder „hilfreich“ klingt – und trotzdem bleibt danach eine seltsame Leere zurück.
Es ist diese neue Form der digitalen Einsamkeit. Wir werden mit perfekt optimierten Inhalten überschwemmt, die genau wissen, welche Knöpfe sie bei uns drücken müssen. Aber tief im Inneren spüren wir: Da ist niemand. Da ist keine Geschichte, kein Schmerz, kein echtes Lachen und vor allem keine Seele am anderen Ende der Leitung.
Das Problem mit der „perfekten“ KI-Antwort:
Eine KI kann uns Tipps geben, wie man glücklich wird, aber sie kann sich nicht mit uns freuen. Sie kann uns sagen, wie man Trauer bewältigt, aber sie kann nicht mit uns fühlen. Wenn wir nur noch mit Algorithmen interagieren, fühlen wir uns zwar „bespaßt“ oder „informiert“, aber wir fühlen uns nicht mehr gemeint.
Warum wir hier den Gegenentwurf wagen:
Dieses Forum wurde nicht gegründet, damit wir uns gegenseitig mit glatten Fassaden und KI-generierten Kalendersprüchen langweilen.
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Hier darfst du „nicht weiter wissen“: KI hat immer eine Antwort. Wir Menschen oft nicht – und genau in diesem gemeinsamen Suchen liegt die echte Verbindung.
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Ecken und Kanten statt Algorithmen: Hier schreibt niemand, um eine Klickrate zu optimieren. Wir schreiben, weil wir Austausch möchten, der unter die Haut geht.
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Echte Resonanz: Ein einfaches „Ich verstehe dich, mir ging es letztes Jahr genauso“ von einem echten Menschen ist tausendmal wertvoller als die klügste Analyse einer Maschine.
Wir sind keine Datenpunkte. Wir sind eine Gemeinschaft.
Wenn du also auch genug hast von dem „KI-Rauschen“ da draußen: Schön, dass du da bist! Hier musst du niemanden beeindrucken. Hier darfst du einfach Mensch sein – mit all deinen Fehlern, deiner Unsicherheit und deinem Potential, das nur durch echte Reibung mit anderen wachsen kann.Wie geht es euch damit? Spürt ihr diese „digitale Leere“ auch manchmal beim Scrollen? Wann habt ihr das letzte Mal im Internet etwas gelesen, das euch wirklich im Herzen berührt hat, weil es so ehrlich war? Was bedeutet für euch „echte Verbundenheit“, und kann sie im digitalen Raum entstehen?
Ich freue mich auf eure Antworten.
Impuls von Gerald Hüther
Worum es geht: Was kann der Mensch, das die KI niemals können wird? Diese Frage hilft zu klären, was den Menschen eigentlich ausmacht. Vieles, was wir Menschen als typisch menschliche Fähigkeiten betrachten – etwa Denken und Intelligenz –, kann mittlerweile auch von der KI übernommen werden. Sind wir demnach selbst nur Maschinen? Oder sind Denken und Intelligenz vielleicht gar nicht das, was lebendige Wesen wirklich ausmacht?
