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In diesem Video werden spannende Gedanken geteilt, und ich bin gespannt auf eure Ansichten und Gedanken dazu.

https://youtu.be/pw5rE4aQ3ss?is=rt3CF81IO7SwiPB6

Liebe Forums-Menschen, Gerald hat mir empfohlen, mich hier im Forum anzumelden, da die Leute hier gut vernetzt sind und vielleicht Menschen kennen, für die das Projekt spannend ist...

Ich bin Makler in Nordhessen und vermarkte gerade ein außergewöhnliches Projekt. Das Haus befindet sich im Privateigentum und wird durch die Familie als Wohngemeinschaft mit sozialem, familiennahem Wohnkonzept betrieben. Ziel ist es, einen geschützten Lebensort zu haben, an dem Menschen mit psychischen Erkrankungen oder seelischen Belastungen in ein normales, familiäres Umfeld eingebunden werden und dort Stabilität, Alltag, Orientierung und menschliche Nähe erfahren.
Das bestehende Konzept beruht darauf, dass sogenannte Gastfamilien oder private Wohnungsgeber Menschen aufnehmen, die nicht allein leben können oder sollen, aber auch keinen dauerhaft stationären Rahmen benötigen. Diese Menschen werden als Mitbewohner in den Alltag integriert. Sie leben nicht isoliert in einer Einrichtung, sondern nehmen am normalen Familien- und Hausleben teil. Genau darin liegt der besondere Wert dieses Modells: Es schafft Teilhabe statt Abgrenzung, Alltag statt Institution und persönliche Bindung statt anonymer Betreuung.
Idealerweise kann ein künftiger Eigentümer das Haus weiterhin als Ort des gemeinschaftlichen Wohnens und der sozialen Verantwortung verstehen. Die Sache wird auch recht gut entlohnt.

Wenn ihr jemanden kennt, der dafür infrage käme, gerne bei mir melden. Hier der Link zu meinem Inserat: https://immooekonom.de/immobilie/ein-kasseler-wohnunikat-mit-herz-seele-charakter-und-kuenstlerischer-handschrift-ein-gesamtkunstwerk/

In diesem Moment. bin ich beigetreten und dankbar für diese wunderbare Möglichkeit. Später mehr zu mir und zu uns. Erst einmal nur so viel: Wir verbinden Menschen, um sie on- und offline miteinander bekannt zu machen.

HERZlichst, Sabine von WUNDERbare Möglichkeiten

P.S. Meine/unsere Absicht ist, Menschen zu erMUTigen, um sie zum Strahlen zu bringen, wenn sie über sich selbst hinaus wachsen.

Seit einigen Monaten verfolge ich die Beiträge in diesem Forum, beteilige mich gelegentlich an den Gesprächen und beobachte die Art, wie hier miteinander umgegangen wird.

Was mir dabei auffällt, ist die Qualität des Austauschs: der Respekt, die Offenheit, die Bereitschaft zuzuhören. Dafür bin ich dankbar.

Und dennoch begleitet mich seit einiger Zeit ein leises Unbehagen.

Es entsteht nicht durch unterschiedliche Meinungen.
Es entsteht nicht durch mangelnden Respekt.

Im Gegenteil.

Es entsteht aus einer Wahrnehmung, die schwer in Worte zu fassen ist.

Vielleicht beginnt es mit der Erfahrung des Zuhörens.

Eine Vorlesung auf einer Bühne hat eine bestimmte Ordnung. Der Sprecher steht dort, die Zuhörer sitzen davor. Die Gedanken, die Argumente, die Sprache stehen im Vordergrund. Der Mensch wird vor allem durch das Gesagte wahrgenommen.

Eine Begegnung über Zoom ist anders.

Das Gesicht ist plötzlich sehr nah. Näher, als es eine normale Begegnung mit einem Fremden im Alltag erlauben würde. Noch bevor ich die Worte vollständig aufnehme, geschieht etwas anderes: Ich lese die Person.

Die kleinen Bewegungen um die Augen. Die Pausen. Die Atmung. Die Spannung oder Entspannung des Gesichts.

Der Körper spricht, bevor die Sprache beginnt.

Diese Erfahrung hatte ich besonders während eines Austauschs mit Gerald Hüther im Zusammenhang mit dem Parcourse-Programm.

Die Begegnung war von einer tiefen menschlichen Absicht getragen: der Frage, wie eine heilere Welt möglich werden könnte, wie Menschen wieder bewusster miteinander in Beziehung treten können.

Durch die Nähe des Zoom-Bildes geschah jedoch etwas Unerwartetes.

Bevor ich den Gedanken folgen konnte, nahm ich den Menschen wahr.

Ich hatte den Eindruck einer großen Verletzlichkeit, einer Nähe zu Tränen. Ob diese Wahrnehmung etwas über ihn aussagte oder etwas in mir berührte, kann ich nicht wissen.

Vielleicht erkannte ich eine Verfassung wieder, die mir selbst mit zunehmendem Alter vertrauter geworden ist: jene Schwelle, an der das Gefühl näher an die Oberfläche tritt und Worte nicht mehr vollständig genügen.

Doch genau dort entstand eine Spannung.

Ich spürte den Impuls einer unmittelbaren menschlichen Antwort – nicht einer intellektuellen Antwort, nicht eines weiteren Gedankens, sondern vielleicht nur einer Geste, eines Schweigens, einer einfachen Gegenwart.

Aber der Bildschirm erlaubte diese Antwort nicht.

Er schuf Nähe ohne Berührung.

Gegenwart ohne unmittelbare Begegnung.

Vielleicht war dies der eigentliche Ursprung meines Unbehagens.

Nicht eine Frage nach der Richtigkeit von Worten, sondern die Erfahrung, dass wir die Verletzlichkeit eines anderen Menschen wahrnehmen können und dennoch nicht zu ihm gelangen.

Diese Erfahrung führt mich zurück zur Frage nach der Würde.

Vielleicht ist Würde nicht zuerst ein Begriff, über den wir sprechen.

Vielleicht entsteht sie in dem Augenblick, in dem die Gegenwart eines anderen Menschen uns tatsächlich erreicht.

Noch vor der Zustimmung.

Noch vor der Interpretation.

Noch vor der richtigen Formulierung.

Unser Nervensystem erkennt einen anderen Menschen, lange bevor unser Denken eine Erklärung findet. Es reagiert auf Sicherheit, Gefahr, Nähe und Distanz. Es liest, bevor es versteht.

Vielleicht liegt genau darin die Spannung, die mich beschäftigt:

Wir sprechen über eine menschlichere Welt, während wir gleichzeitig erfahren, wie schwierig es ist, wirklich in Beziehung zu treten.

Vielleicht kann Würde deshalb nicht nur diskutiert werden.

Vielleicht geschieht sie.

In dem Moment, in dem wir einem anderen Menschen erlauben, nicht nur eine Meinung, eine Idee oder eine Position zu sein.

Sondern eine lebendige Gegenwart.

Diese Beobachtung ist keine Antwort.

Eher eine Frage, die ich in den Raum stellen möchte.

Ein Essay von Hans‑Jörg Müllenmeister 

Das Gravitätische der Sprache 

Stabilität gehört zu jenen Begriffen, die schon in ihrem Klang eine tiefe, innere Ruhe tragen. Die feierliche Endung „-tät“ verleiht dem Wort eine erhabene Schwere, wie wir sie auch in der Souveränität, der Majestät oder der Antiquität erahnen. Diese Silbe wirkt wie ein feingemeißelter Sockel, auf den sich ein Gedanke stellt, um dauerhaften Bestand zu gewinnen. Sie erhebt einen flüchtigen Zustand zur bleibenden Qualität, wandelt eine bloße Eigenschaft in eine unerschütterliche Haltung.

Es ist ein Wort, das nicht drängt, nicht fordert und sich niemals im Glanz des Augenblicks sonnt. Wie ein stiller Pfeiler trägt es die Last des Daseins mit, ohne sich je in den Vordergrund zu drängen. Vielleicht entspringt seine wahre Würde gerade dieser edlen Zurückhaltung. 

Die innere Gesetzlichkeit 

An diesem Punkt berührt die Stabilität eine tiefere, existenzielle Dimension – jene moralische Instanz, die Immanuel Kant als die „innere Gesetzlichkeit“ beschrieb. Sie gleicht keinem starren Paragrafenwerk und keiner von außen auferlegten Norm. Vielmehr ist sie die leise, unbestechliche Ordnung im Inneren des Menschen; jene feine Antenne, die uns zuverlässig anzeigt, wann ein Leben im Lot ist und wann es aus den Fugen gerät.

Diese innere Gesetzlichkeit ist Stabilität im reinsten, moralischen Sinne: Eine Haltung, die Rückgrat beweist, wenn die Welt um sie herum laut und chaotisch wird. Sie ist ein Kompass, dessen Nadel selbst unter den stärksten Fliehkräften des Zeitgeists nicht erzittert, und ein Maß, das für kein Geld der Welt käuflich ist. So verstanden offenbart sich Stabilität als ein hohes moralisches Gut. Sie ist kein passiver Zustand, in den man hineinfällt, sondern eine bewusste, tägliche Entscheidung – kein bloßes Fundament, sondern eine gelebte Lebensform. 

Die unterschätzte Kostbarkeit unserer Zeit 

Wir atmen den Geist einer Epoche, die das Tempo feiert, den permanenten Wandel glorifiziert und die Flexibilität bis zur Selbstaufgabe überhöht. Doch im tiefen Schatten dieser rastlosen Dynamik wächst eine Gegenbewegung: die stille, unbändige Sehnsucht nach Stabilität. Sie kommt weder spektakulär noch laut daher, und sie taugt kaum für die modischen Trends des Tages. Und doch ist sie das Einzige, was verlässlich Stand hält, wenn ringsumher alles ins Wanken gerät.

Diese Verlässlichkeit sehnen wir als treuen Wegbegleiter durch alle Landschaften des Lebens herbei:

In der Ehe, damit die Vertrautheit im Sturm des Alltags nicht zur Zerreißprobe wird. 
In der Politik, damit das Fundament des Vertrauens nicht unbemerkt erodiert. 
In der Gesundheit, damit der eigene Körper uns nicht als fremder, ausdrucksloser Zombie entgegentritt. 
Im eigenen Inneren, damit die verletzliche Seele im Wind der Zeit nicht schutzlos verweht.

Stabilität ist kein elitärer Luxus; sie ist ein existenzielles Grundbedürfnis. Nur ein Mensch, der sich auf sicherem Boden weiß, besitzt die Kraft zu wachsen. Entzieht man ihm diesen Halt, verliert er sich selbst.

Wie wunderbar spiegelt sich dies im Mikrokosmos der Natur: Keratin, dieses unscheinbare Protein, bildet die unsichtbare Bausubstanz unseres Körpers. Es schenkt Haaren, Nägeln, der Haut und den Faszien schützende Festigkeit. Dieses winzige Molekül führt uns vor Augen, dass wahre Stabilität fast nie aus einem einzigen, monolithischen Block gemeißelt wird. Sie erwächst vielmehr aus einem dichten Geflecht unzähliger, fein aufeinander abgestimmter Verbindungen. Nicht Starrheit rettet uns, sondern die kluge Verzahnung; nicht die unnachgiebige Unbeweglichkeit, sondern die gelebte innere Ordnung; nicht die rohe Macht, sondern das rechte Maß. 

Die Natur – Stabilität durch Bewegung 

Die Natur erweist sich seit Jahrmillionen als die größte Meisterin der Standfestigkeit. Ihr Geheimnis liegt darin, dass sie Beständigkeit fast nie durch unbiegsame Starrheit erzielt, sondern durch die Kunst der dynamischen Anpassung.

Der Baum im Wind. Ein Baum übersteht den Orkan, gerade weil er sich elastisch dem Wind beugt. Seine Holzfasern sind spiralförmig angeordnet – eine geniale Architektur, die aufkommende Kräfte sanft über den gesamten Stamm verteilt, statt ihnen stumpfen Widerstand entgegenzusetzen. Hier triumphiert die Stabilität durch Flexibilität.

Die Knochenarchitektur. Unsere Knochen sind im Inneren keineswegs massiv und schwer. Sie gleichen einem trabekulären, bälkchenartigen Netzwerk – ein filigranes statisches Kunstwerk, das tonnenschwere Belastungen elastisch aufnimmt und spielerisch weiterleitet. Stabilität entsteht hier durch intelligente Struktur, nicht durch leblose Masse.

Die Waben der Bienen. Die sechseckige Form der Bienenwabe ist ein mathematisches Meisterstück. Sie garantiert maximale Stabilität bei minimalem Materialverbrauch. Hier entspringt der Halt der reinen Geometrie.

Die Schöpfung zeigt uns unmissverständlich: Wahre Stabilität ist das vollendete Gleichgewicht aus Festigkeit und Nachgiebigkeit. 

Die Technik – Stabilität durch Gegenbewegung 

Die menschliche Ingenieurskunst hat dieses Urprinzip der Natur dankbar übernommen und in die Moderne übersetzt.

Schwingungstilger in Wolkenkratzern. Im Herzen des Giganten Taipei 101 schwebt ein monumentales, rund 500 Tonnen schweres Stahlpendel. Bei Erdbeben oder Taifunen schwingt diese Masse präzise gegen die Bewegung des Gebäudes aus. Das Prinzip fasziniert: Es ist die Stabilität durch gezielte Gegenbewegung, nicht durch steife Härte.

Brücken im Wind. Die legendäre Golden Gate Bridge trotzt den pazifischen Stürmen nur deshalb, weil sie im Wind flexibel atmet. Ihre Konstruktion ist so durchlässig berechnet, dass sie den Luftmassen elastisch nachgibt, anstatt sich ihnen als unüberwindbare Mauer in den Weg zu stellen.

Flugzeugfahrwerke. Wenn ein tonnenschwerer Jet auf der Landebahn aufsetzt, absorbieren hochkomplexe Stoßdämpfer die immense kinetische Energie. Es ist die kontrollierte Nachgiebigkeit, die die Katastrophe einer harten Blockade verhindert.

Die Technik beweist: Stabilität ist die hohe Kunst, zerstörerische Kräfte nicht gewaltsam blockieren zu wollen, sondern sie klug aufzunehmen und umzulenken. 

Das Universum – Dynamische Stabilität im Kosmos 

Zuletzt öffnet sich der Vorhang zur größten und ältesten Bühne des Seins: dem Universum. Im unendlichen Raum wird offenbar, dass Stabilität niemals mit Stillstand gleichzusetzen ist. Sie ist Bewegung im vollkommenen Gleichgewicht.

Das Planetensystem (Stabilität durch ewigen Lauf). Ein Planet zieht nur deshalb stabil seine Kreise, weil er niemals innehält. Würde er verharren, böte er keine Gegenwehr und stürzte unweigerlich in das Glutmeer seiner Sonne. Würde er zu stark beschleunigen, riss er sich los und ginge im eisigen Nichts des Alls verloren. Die kosmische Ordnung atmet im Spannungsfeld zweier Urkräfte: der Gravitation, die nach innen zieht, und der Fliehkraft, die nach außen drängt. In diesem ewigen Tanz entsteht jene Bahnstabilität, die wir Umlaufbahn nennen. Das Universum lehrt uns: Stabilität ist ein lebendiger Rhythmus, kein stummes Verharren. 

Der Mond (Stabilität durch gebundene Rotation). Der Mond zeigt uns seit Äonen stets dasselbe Gesicht, weil seine Eigenrotation exakt mit seiner Umlaufzeit um die Erde verschmolzen ist. Auch dies ist keine steife Blockade, sondern ein fein austariertes Gleichgewicht, das sich über Milliarden Jahre hinweg sanft eingependelt hat. 

Der Stern (Stabilität durch Druck und Gegenkraft). Ein Stern leuchtet stabil am Firmament, solange sich zwei gigantische Kräfte exakt die Waage halten: der kollabierende Druck der eigenen Gravitation und der expandierende Strahlungsdruck seines atomaren Feuers. Erst wenn diese „kosmische Waagschale“ kippt, kollabiert das System und endet dramatisch als Weißer Zwerg, als Neutronenstern oder in der epochalen Explosion einer Supernova. 

Synthese – Stabilität als universelles Prinzip 

Ob Baum, Knochen, Pendel, Brücke, Planet oder Stern – überall auf den Mikro- und Makroebenen des Seins gilt dasselbe fundamentale Gesetz: Stabilität ist niemals Starrheit. Sie ist das dynamische Gleichgewicht der Kräfte. Sie erwächst aus der Bewegung, nicht aus der Trägheit; sie lebt vom unaufhörlichen „Dialog der Kräfte“, niemals vom einsamen Monolog.

Und genau hier schließt sich der Kreis zu unserer inneren Gesetzlichkeit: Sie ist das treue, moralische Pendant zu diesem kosmischen Prinzip. Sie ist jenes elastische Gleichgewicht in unserer eigenen Brust, das uns verlässlich hält und trägt, wenn die Stürme des Lebens im Außen an uns zerren. Stabilität ist die stille, unsichtbare Architektur des Bleibenden – ein leises, aber unerschütterliches Versprechen, das uns sicher durch den Strom der Zeit geleitet. 

Stabilität als leise Hoffnung unserer Zeit 

In den unruhigen Wirren unserer Gegenwart, in der sich die Eilmeldungen im Minutentakt überschlagen, die Märkte weltweit taumeln und Jahrzehntelang verläßliche Gewissheiten über Nacht zerbröseln, in der Kriegssucht irrer Hohlköpfe dem friedlichen Miteinander kaltfrech entgegentritt, wächst ein zutiefst menschliches Bedürfnis heran. Es ist leiser als die schrillen Schlagzeilen der Tagespresse, aber ungleich mächtiger: die Sehnsucht nach Stabilität. 

Wir sehnen uns nicht nach reaktionärer Starrheit, sondern nach jenem lebendigen, klugen Gleichgewicht, das uns die Natur, die Technik und der Kosmos so eindrucksvoll vorleben – eine Ordnung, welche die Kräfte des Wandels nicht gewaltsam unterdrückt, sondern sie sanft bändigt und formt.

Wir wünschen uns eine Wirtschaft, die nicht im atemlosen Stakkato der Krisen taumelt, sondern im verlässlichen, ruhigen Takt echter Nachhaltigkeit schlägt.

Wir wünschen uns eine politische Landschaft, die sich nicht über die ständige Erregung des Augenblicks definiert, sondern aus der tiefen Quelle der Besonnenheit schöpft.

Wir wünschen uns eine Gesellschaft, die im lauten Streit nicht in ihre Einzelteile zerfasert, sondern durch das tragende Band des gegenseitigen Vertrauens zusammengehalten wird.

Und wir wünschen uns eine Zukunft, die nicht wie ein Phantom vor uns flieht, sondern für unsere Kinder wieder gestaltbar und planbar wird.

Stabilität ist kein nostalgischer, rückwärtsgewandter Wunschtraum. Sie ist das lebendige Fundament, das jede Generation für sich und ihre Epoche wieder neu errichten muss. Sie entsteht niemals durch das krampfhafte Festhalten am Gestrigen, sondern durch das mutige und kluge Ausbalancieren des Morgigen. Sie ist die höchste Lebenskunst: den Wandel kraftvoll zu gestalten, ohne jemals den inneren Halt zu verlieren.

Vielleicht ist die Stabilität genau deshalb das am meisten unterschätzte Gut unserer Tage – sie ist der unerschütterliche, stille Gegenpol zu den Wirren der Welt und der verlässliche moralische Kompass in einer unübersichtlichen Zeit. 

Stabilität – Der stille Baumeister des Bleibenden

Liebe Forum-Mitglieder,

die Idee von inspirierenden "Walk & Talk"-Spaziergängen in der Natur begeistert viele von uns. Doch wie wäre es, wenn wir diesen Austausch mit einem ganz besonderen Naturerlebnis verbinden?

Mein Traum ist es, diese Spaziergänge zu einer Quellwasser-Exkursion zu machen – miteinander wandern, Gespräche führen und frisches, lebendiges Wasser direkt an der Quelle kosten oder abfüllen.

Häufig fehlt im eigenen direkten Umfeld schlichtweg ein Netzwerk aus Gleichgesinnten, die sowohl Interesse auf wirklichen Austausch als auch ein Bewusstsein für die Qualität unseres Wassers haben. Lasst uns das ändern!

Warum eigentlich Quellwasser? ⛲

Wasser ist weit mehr als nur H₂O. Wie viele von euch vielleicht aus den bekannten Wasservorträgen (z. B. von Peter Ferreira
https://youtu.be/472UBpugE6A?si=tcSuz-7THc6IAqFo ) wissen, besitzt reines, reifes Quellwasser eine ganz besondere Geometrie und Struktur.

  • Lebendige Information:* Wasser fungiert als perfekter Informationsspeicher. Während Leitungswasser durch hohen Druck in kilometerlangen, geraden Rohren seine natürliche Struktur verliert, kommt echtes Quellwasser aus eigener Kraft und in seiner natürlichen Cluster-Struktur an die Oberfläche.

Zellverfügbarkeit: Reifes Quellwasser ist "lebendig" und besitzt eine hexagonale Struktur, die von unseren Zellen optimal aufgenommen werden kann. Es entgiftet und belebt uns auf einer ganz anderen Ebene.

Wie läuft das Ganze ab? 🌍

Damit diese Idee nicht nur Theorie bleibt, möchte ich eine deutschlandweite PDF-Quellenliste mit euch teilen:

https://bewusstsein-gesundheit.de/wp-content/uploads/2026/06/Wasserquellenuebersicht_NachPLZSortiert_22.8.22-1-1.pdf

Egal, wo ihr in Deutschland wohnt:

  1. Schaut in die Liste, ob sich eine Quelle in eurer Region befindet. (Schaut bei Googlemaps nach Fotos, ob ihr Wasser auch fließt)

  2. Nutzt die Kommentarfunktion unter diesem Beitrag, um euch für eure Region zu vernetzen ("Wer hat Lust auf einen Walk & Talk an Quelle X im Raum Y?").

  3. Packt die Glasflaschen oder Kanister ein, trefft euch in der Natur und genießt den Austausch!

Als kleine Inspiration hänge ich euch auch ein Bild meiner Lieblingsquelle an.
Ein Ort, dessen Gestalt weiter lebt, obwohl die Quelle während der C-Zeit zugeschüttet wurde.

Ich freue mich riesig auf eure Rückmeldungen, eure regionalen Verbindungen und die ersten Erfahrungsberichte von euren Quell-Spaziergängen!

Herzliche Grüße,
Larissa

P.S. Kommt hier jemand aus dem Taunus oder aus der Frankfurt/Main-Ecke? Oder gibt es jemanden, der viel Zeit und ein Auto hat? Letztens ist doch tatsächlich jemand aus den Niederlanden an der Königsteiner Quelle gewesen. 🎉💦

💦 "Walk & Talk & Quellwasser trinken" – Lasst uns miteinander die innere Quelle aktivieren durch einen Quellenbesuch

Liebe Freunde, liebe Wegbegleiter,

manchmal gibt es Projekte, die größer sind als man selbst.

„Vergessenes Paradies – Eine Reise zwischen Wurzeln und Wundern“ ist für uns so ein Projekt.

Es geht nicht nur um eine außergewöhnliche Bühnenshow mit Musik, Tanz, Film und Naturbildern. Es geht um etwas, das uns alle betrifft. Es geht um unsere Wälder. Um die Artenvielfalt. Um das Klima. Um die Verbindung zwischen Mensch und Natur, die wir vielerorts verloren haben.

Vor allem aber geht es um die Generationen nach uns.

Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern? Werden sie noch das Staunen über einen lebendigen Wald kennen? Das Summen der Insekten, den Gesang der Vögel, die Wunder der Natur vor ihrer Haustüre?

Wir glauben, dass die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht allein mit Zahlen und Fakten gelöst werden können. Menschen verändern sich, wenn sie berührt werden. Wenn sie fühlen. Wenn sie sich erinnern.

Genau deshalb erschaffen wir dieses Projekt.

Und genau deshalb starten wir ab Herbst auch mit dem Bereich Zukunftsbildung. Wir möchten Kinder, Jugendliche und Erwachsene inspirieren, die Natur wieder als das zu erkennen, was sie ist: unsere Lebensgrundlage, unsere Heimat und unsere gemeinsame Verantwortung.

Doch um dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, brauchen wir Unterstützung.

Wenn dich unsere Vision berührt, dann hilf uns bitte:

🌿 Unterstütze unser Crowdfunding.

🌿 Teile unsere Kampagne mit Freunden, Familie, Vereinen, Schulen, Unternehmen oder Menschen, denen die Zukunft unserer Erde am Herzen liegt.

🌿 Leite diese Nachricht weiter und hilf mit, dass möglichst viele Menschen davon erfahren.

Jede Unterstützung zählt. Jede Weiterleitung kann den entscheidenden Unterschied machen.

Denn am Ende geht es nicht darum, was wir besessen haben.

Es geht darum, was wir bewahrt haben.

Für unsere Kinder.

Für die Generationen nach uns.

Für das Leben selbst.

Von Herzen Danke für eure Unterstützung.

Crowdfunding:
https://www.startnext.com/vergessenes-paradies

Projektvideo:
https://vimeo.com/1198423951?share=copy&fl=sv&fe=ci

Verein:

https://www.wir-momentum-verein.at

Mit großer Dankbarkeit

Silvia Faye Verde & das Team von Vergessenes Paradies

„Vergessenes Paradies – Eine Reise zwischen Wurzeln und Wundern“

Forum Humanum – Gedanken zu Würde / Selaism / Wahrnehmung

Grüße aus einem Land der Kirschblüten und des Huckleberry-Weins, Big Sky Country.

Ein Ort, an dem Gedanken nicht so schnell aneinander abprallen oder in feste Positionen kollidieren. Hier vergehen Gedanken, langsam auf dem staubigen Fell eines Bisons oder verschwinden im fernen Gebrüll eines Grizzlys, das durch Fleisch und Knochen geht.

Heute war ein guter Tag der Beobachtung.

Ein Konzept, mit dem ich seit langer Zeit arbeite—Selaism (siehe meine Website)—durchläuft das, was ich nur als eine tiefe Veränderung (ein Ende?) bezeichnen kann. Nicht als Scheitern, sondern als Sichtbarwerden. Es wird gerade durch die Diskussion hier im Forum immer klarer.

Was ich in den laufenden Gesprächen über Würde bemerke, ist in mir ein starker Widerstand, wenn Würde vor allem als etwas behandelt wird, das interpretiert werden soll.

Es entsteht ein körperliches Zurückweichen, noch bevor Gedanken einsetzen. Im Bauch, im Kopf, in etwas, das weder reines Denken noch reines Gefühl ist.

Die Interpretation selbst beginnt sich in solchen Momenten als etwas Würdeloses anzufühlen.

Das ist kein moralischer Vorwurf. Es ist eine Wahrnehmungsreaktion.

Mir ist zugleich meine Begrenzung bewusst. Meine Erklärungen sind klein, fragil und unzureichend, um das zu fassen, was ich hier beobachte. Vielleicht sind sie auch gar nicht dazu da, es zu fassen.

Die Wissenschaft nähert sich der Erfahrung auf andere Weise. Sie übersetzt, misst, stabilisiert, sie begreift , sie erzeugt Verständnis. Wie ein Greifvogel, der seine Beute auf die darunterliegenden Felsen fallen lässt—was zuvor ganz war, wird fragmentiert und in anderer Form verfügbar gemacht. Das Leben geht weiter, aber in einer Form, die ich nicht vollständig bewohne.

Was mich an der Diskussion über Würde interessiert, ist nicht ihre Definition, sondern der Moment vor der Definition. Der Moment, in dem sie noch nicht durch Erklärung in Besitz genommen ist.

Selaism in seinem gegenwärtigen Zerfall beginnt genau diesem Schwellenzustand zu ähneln: kein System, keine Lehre, sondern eine Beobachtung dessen, was erscheint, bevor Benennung einsetzt.

Ich verbringe Zeit—heute, morgen und in den kommenden Tagen—mit Beobachtungen, die keine Teilnahme, keine Selbstoptimierung, keine Zustimmung und kein Hurra verlangen. Nur Aufmerksamkeit.

Heute in Big Sky Country ist der Himmel blau.

wie jemand zu mir sagte: ich habe den wortschatz nicht dazu.

hier sind ein paar Beobachtungen von meiner Kindheit in der Eifel welche vielleicht zur diskussion beitragen:

Vier Gestalten

In den letzten Jahren habe ich mich oft gefragt, warum manche Menschen uns in Erinnerung bleiben.

Nicht wegen ihrer Berühmtheit.

Nicht wegen ihrer Macht.

Nicht einmal wegen ihrer Leistungen.

Sondern weil ihre bloße Anwesenheit etwas in uns berührt.

Als Kind in Deutschland begegnete ich solchen Menschen noch häufiger.

Da war der Pfarrer.

Nicht weil er die richtigen Antworten hatte. Sondern weil er in einer Welt der Eile eine andere Zeit verkörperte. Man hatte das Gefühl, dass nicht alles sofort gelöst werden musste.

Da war der Lehrer.

Nicht derjenige, der am meisten wusste, sondern derjenige, der selbst noch staunen konnte. Durch ihn wurde die Welt größer, nicht kleiner.

Da war der Arzt.

Er erschien oft dann, wenn Angst im Raum war. Seine Gegenwart änderte nicht immer die Umstände, aber sie veränderte die Art, wie man ihnen begegnete.

Und da war der Förster.

Vielleicht die stillste dieser Gestalten.

Er ging durch den Wald, als würde er mit etwas sprechen, das älter war als er selbst. Er dachte in Jahrzehnten, manchmal in Jahrhunderten. Als Kind verstand ich das nicht. Heute beeindruckt es mich umso mehr.

Diese Menschen hatten etwas gemeinsam.

Sie erklärten selten, wie man leben sollte.

Sie lebten auf eine Weise, die andere zum Nachdenken brachte.

Vielleicht brauchen wir heute weniger Erklärungen und mehr solcher Gestalten.

Menschen, deren Aufmerksamkeit ansteckend ist.

Menschen, die zeigen, dass Fürsorge möglich ist.

Menschen, die etwas bewahren, ohne es besitzen zu wollen.

Wenn ich an sie denke, frage ich mich manchmal, ob die wichtigsten Dinge im Leben nicht gelehrt werden können.

Vielleicht können sie nur vorgelebt werden.

Vielleicht entsteht das Wesentliche nicht durch Begriffe, sondern durch Begegnungen.

Und vielleicht beginnt jede Erneuerung einer Gemeinschaft dort, wo jemand einem solchen Menschen begegnet und denkt:

So möchte ich auch in der Welt stehen.

Die Würde, die kam, als ich zu leben begann

Wir sprechen oft von Würde, als wäre sie ein Besitz.

Etwas, das jeder Mensch von Geburt an hat.
Ein Recht.
Ein Wert.
Eine unverlierbare Eigenschaft.

Je älter ich werde, desto weniger sicher bin ich mir, ob ich Würde auf diese Weise erfahren habe.

Vielleicht besitzt der Mensch Würde.

Aber die Würde, die mein Leben berührt hat, fühlte sich anders an.

Sie war nicht einfach da.

Sie kam.

Sie erschien in bestimmten Augenblicken.

Beim Arbeiten mit Ton.
Im Blick eines Hundes.
In der Begegnung mit einem Menschen.
In der Stille einer Landschaft.
In jenen seltenen Momenten, in denen die Welt aufhörte, ein Gegenstand meiner Betrachtung zu sein, und stattdessen zu einer Gegenwart wurde, an der ich teilhatte.

Dabei entstand in mir die Frage:

Ist Würde vielleicht weniger etwas, das wir besitzen, als etwas, das geschieht?

Etwas, das sich einstellt, wenn wir aufhören, außerhalb des Lebens zu stehen?

Wenn wir nicht länger beobachten, bewerten und kontrollieren, sondern teilnehmen?

Vielleicht verlangt diese Form der Würde sogar ein Opfer.

Die Bereitschaft, sich berühren zu lassen.

Die Bereitschaft, verändert zu werden.

Die Bereitschaft, sich als Teil eines größeren Zusammenhangs zu erfahren.

Ich frage mich, ob Würde in diesem Sinn nicht die Erfahrung einer gelungenen Beziehung ist.

Eine Beziehung zu sich selbst.
Zu anderen Menschen.
Zur Natur.
Zum Leben.

Vielleicht ist Würde dann kein Besitz, sondern eine Art Resonanz.

Ein Geschehen zwischen Mensch und Welt.

Mich würde interessieren, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Ist Würde etwas, das man hat?

Oder etwas, das kommt?