"Die digitalen Medien sind nicht für die zunehmende Verblödung unserer nachwachsenden Generation verantwortlich"
„Wir informieren uns zu Tode“ – Prof. Dr. Gerald Hüther im Interview über die digitale Reizflut. Im Interview mit LEBE-LIEBE-LACHE spricht Gerald Hüther über die digitale Reizflut und wie wir die Kontrolle über unsere Aufmerksamkeit zurückgewinnen können:
Wir ruinieren uns so oder so, kaum. Einer wird mehr seines Lebens froh. Warum nur, warum ist das so??? Sollte man besser garnicht mehr fragen und nur noch in Ängstlich zittern & zagen? Wohin sind wir nur geraten? Und wie konnte dies geschehn? Unsere Mutter Erde ist liebevoll, tapfer und soooo unglaublich schön. Warum müssen wir sie quälen, zerstören und können unseren Nächsten UNS SELBST nichtmehr lieben und SEHN? Weshalb sind wir alle so blind geworden? Kann man es je ausdrücken mit einfachen Worten?. Was wollen wir unseren Kindern hinterlassen und WAS wird sein wenn die Erinnerungen verblassen? An das GUTE, WAHRE und die Schönheit dieser Erde?..... Richtet der Mensch sich selbst zugrunde? rottet sich selber aus Stunde um Stunde? WARUM gibt es niemals FRIEDEN in dieser wunderbaren Welt, die uns doch alle liebevoll nährt, trägt und hält ? WAS nur, WAS ist der Grund dafür?... Ist des Übels Wurzel womöglich die GIER,.?????. DAS ihr Lieben Menschen frage ich euch hier?...
Christiane kunze Danke für deinen Beitrag. Magst du deine Fragen und Impulse auch in unserem Themenraum Herausforderungen und Lösungen teilen? LG Katherina
Ja gerne, LIEBE Katherina, warum nicht?... Die WAHRHEIT ist, ich in oftmals sehr verzweifelt, immer wieder nur Forderungen, Forderungen, ICH KANN bald nimmer MEHR😢😢😢.. Lösung??? WE'r bereits draußen ist/am Rande dieser Gesellschaft? Ich bräuchte HILFE echte, Wohlwollende und bekomme sogut wie keine. Lösungen??? fallen mir bei dieser Anspannung, Ansprüchen, Forderungen die ich nicht erfüllen "KANN, in dieser Unsicherheit 8 GEFAHR, leider kaum ein. EINS WEIß ich jedoch GANZ SICHER, Alkohol oder Suizid sind definitiv KEINE Lösung. Seit fast 60 Jhr. Immer nur kämpfen, kämpfen ums nacr kte Überleben... Das zehrt, das kostet eine nahezu überirdische Kraft. Vieleicht bin ich ja doch nicht die die EINZIGE hier? mit so einer NOT gesundheitlich wie finanziell??? In schier aussichtsloser Situation, I'm Teufelskreis gefangen???.... VIELEICHT... gibt es ja doch Wohlwollen =LIEBE unter den Menschen...DANKE, dass ich das hier teilen durfte.
Liebe Christiane,
Deine Worte erinnern mich sehr an meinen Lebensweg.
Es gab eine Zeit, da konnte ich nur in der Natur Trost finden. Sie war meine Ersatz-Mutter.
Ich war verzweifelt, weil es keinen Menschen gab, der mich nicht zum "Objekt" seiner Erwartungen und Forderungen gemacht hat.
Nur Mutter-Natur ließ mich so seien, wie ich war. (Ich erkannte erst später, dass sie zu retten, für mich eigentlich lange Zeit auch nur eine Trauma-Kompensationsstrategie war.)
Meine reale Mutter, die mich geboren hatte, war das komplette Gegenteil von bedingungsloser Liebe.
Sie war eine ambivalente Mutter.
Nach außen hin, hat sie sich für mich aufgeopfert und mir stets erzählt, wie sehr sie mich liebt.
Aber emotional war sie nicht verfügbar.
"Stell dich nicht so an", war ihre Reaktion, wenn ich ein "Problem" hatte, oder ein Bedürfnis äußerte.
Und ihre "vermeintliche Liebe" hatte einen sehr hohen Preis: Ich mußte sie "brauchen" und als "beste Mutter" ehren und mich ihren Erwartungen unterordnen.
Denn Mutter zu sein, war ihr einziger Lebenssinn.
Sie war erz-katholisch erzogen. Gut zu sein, war eine Pflicht und das oberste Gebot.
Meine Mutter musste ihren drei jüngeren Geschwistern eine Mutter sein. Denn meine Oma, wollte lieber Schauspielerin sein, als eine emotional verfügbare Mutter für ihre vier Kinder.
Immer für andere da zu sein, sich aufopfern und anderen Haltgeben, wurde auch meine Pflicht. Meine Mutter war mein Rollenmodell, dass ich unbewusst verinnerlicht habe.
Und so entwickelte auch ich ein Helfersyndrom.
Mein Lebenssinn wurde es ebenfalls für andere dazu sein. Nicht aus Liebe, sondern aus Pflicht. Mein Geben geschah aus dem Mangel heraus.
In Partnerschaften war ich deshalb stets unglücklich. Denn ich fand nur Männer interessant, die hilfsbedürftig waren und mich brauchten. Ich machte sie von mir emotional abhängig.
Das war keine Partnerschaft basierend auf Ebenbürtigkeit. Ohne zu begreifen, was ich tat, habe ich sie wie kleine unmündige Kinder behandelt.
Das macht natürlich keinen Menschen (Mann) glücklich.
Und die Quittung kam postwendend: Es gab ständig Reibereien und Konflikte, bis der Mann die Flucht ergriff. Resultat: Ich fühlte und betrachtete mich als verlassenes, gedemütigtes Opfer von "dumm-aggressiven" Männern.
Das änderte sich erst, als ich mit 33 Jahren ein Seminar besuchte und dort aufgefordert wurde, die unsichtbare Nabelschnur zwischen meiner Mutter und mir symbolisch zu durchtrennen.
Meine Mutter war bei diesem Seminar auch dabei. Und ich sprach zu ihr den folgenden Satz: "Ich kündige dir als Tochter und heiße dich als Freundin in meinem Leben willkommen".
Auf diese Worte sagte sie mir: "Ich hätte ihr damit ein Messer in den Leib gerammt, um sie zu töten." Mir einfach eine ebenbürtige Freundin sein, war ihr nicht möglich.
Das wurde für mich die heftigste Zeit in meinem Leben.
Denn ich erkannte diesmal bewusst: Ich habe nur einen Wert, wenn ich die brave Tochter spiele. Meine eigenen Bedürfnisse waren bis dahin komplett irrelevant.
Und da ist in mir eine 33 Jahre angestaute Wut nach oben gekommen. Ich wusste nicht, ob ich lieber mich oder meine Mutter töten sollte und wollte.
Natürlich habe ich nichts von beiden gemacht.
Aber eines habe ich getan: Diese radikale Wut habe ich bedingungslos und ebenso radikal erlaubt und ihn mir gefühlt! Und ich habe sie durch das Schreiben eines Buches verdaut.
Dieses Buch würde ich heute keiner Frau zum Lesen empfehlen, da es ein enormes Trigger-Potenzial hat.
Doch dieses Buch von Alice Miller beschäftigt sich mit dieser Thematik mit sehr viel mehr Fingerspitzengefühl.
Es heißt: "Die Revolte des Körpers".
Eine 21-Seitige PDF-Vorschau gibt es hier:
https://share.google/Ukn2N0J1dpw6pmal8
Wer das Buch als PDF komplett lesen mag, schreibe mir einfach eine Nachricht 😉
Dort beschreibt die Autorin auch die Loslösungs-Situation mit ihrer eigenen Mutter.
Die körperliche Geburt ist die eine Sache. Jeder, der diese Zeilen hier liest, war erfolgreich.
Doch die "psychische" Geburt findet erst statt, wenn die unsichtbare Nabelschnur zur Mutter durchtrennt ist.
Dann erst beginnt die "seelische Eigenatmung."
P.S. Alice Miller erwähnt in ihrem Buch, auch die Wichtigkeit und Rolle des "wissenden Zeugen".
Einen Menschen zu haben, der einem bei diesem "Abnabelungsprozess" quasi co-regulierend begleitet.
Meine Idee: Dieses Buch am besten im "Tandem" lesen: Zwei Menschen (oder mehr?), die das Buch miteinander als Reisebegleiter kontemplieren und sich darüber austauschen. 😃😃
Ich empfehle "Generation Angst" und "Situation und Konstellation", von Hartmut Rosa, über das Verschwinden von Spiel- und Handlungsräumen und den um sich greifenden Sicherheitswahn. Und was die virtuelle Welt und Digitalisierung angerichtet hat. (Aber ist das ein Wunder, die Tech Bros wollen die Menschheit ruinieren) Kinder und Jugendliche brauchen Herausforderungen. Wir müssen uns die Freiräume wieder zurückholen. Aber die neuen Medien, an sich zu verteufeln, halte ich für Blödsinn. Medien sind lediglich ein Werkzeug. Wir können uns damit anästhesieren oder unser Bewusstsein damit erweitern. Aber wir müssen wieder mehr raus gehen: Unsere Hände benutzen und uns Welt, wieder wie kleine Kinder erschließen. "Explorativ" ist das Zauberwort. Es wurde uns in der Schule massiv ausgetrieben. Ich hab von meinem Sohn in der Elternzeit, sehr viel gelernt und konnte wieder in die Kompetenzen meiner eigenen Kindheit zurückkehren - wir haben sehr viel gespielt damals, auch auf der Gass, und daran konnte ich anknüpfen. Jetzt gründen wir in Stuttgart die "Werkstatt für Potentialentfaltung, eingreifende Lernpraxis und akteurbasierte Forschung und Planung". Das ist ein dickes Brett. Aber ich will's mit Sechzig noch mal wissen. Wir brauchen allerdings jetzt schon Mitstreiter~innen weil wir drei alte Männer sind, die auch nicht mehr ganz so fit sind. Mein Mitbewohner, mit dem ich die Idee hatte, ist schwer krank. Er meinte. "Wir brauchen die Erfahrung des Alters und den Enthusiasmus und die Energie junger Menschen. Und das brauchen wir. Das beobachtete ich auch in meiner Elternzeit in einer Naturerlebnisgruppe. Wenn dort Opas und Omas dabei sind, leben beide richtig auf. Bildet Ryzome!!! Nicht nur im Gehirn. Soziale Vernetzung ist Humus für Wachstum und Leben. Das Gehirn wird überschätzt. Die Leibphänomenologie, die Thomas Fuchs in Deutschland vertritt, halte ich als theoretische Basis für sehr wertvoll. Gerald Hüther, sollte sich mal mit ihm treffen, wenn er das noch nicht gemacht hat. Ich hab beide um ein Gespräch für meinen Podcast gebeten. Leider sind sie sehr beschäftigte Männer und haben abgesagt. Schade, aber es gibt überall schlaue Menschen und die bringen's oft präziser auf den Punkt als so mancher prominente Intellektuelle....Außerdem gibts in Stuttgart ne Menge Leute, die einfach machen und im gemeinsamen Tun entstehen Ver(Bindungen) und die brauchen wir dringend in einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft...
Entwicklung ist die Möglichkeit der rekursivem Architektur der Möglichkeit von Entwicklung
Eine Gesellschaft der Fragen, da wo nicht Wissen existiert, das Absolute nicht ein Dogma ist kann das Fragen nach dem Unbekannten den Motor der Neugierde entfachen.
Demokratie sind die Fragen des Zusammenlebens, Pädagogik sind die Fragen des Menschen nach Entwicklung, Wissenschaft ist die Frage nach dem Unbekannten usw. Antworten konsolidieren Wissen Fragen erschaffen Neues weil Neugierde kommt vor Leidenschaft. Ich untersuche unter Andreas Fehrle was Interdisziplinär Entwicklung auszeichnet und wie sich vieles verbinden lässt.
Mit freundlichen Grüßen Andreas Fehrle
Hallo, ich mache seit drei Monaten Nachrichten fasten. Ich hatte vorher gemerkt, dass ich diese ganzen schlechten Nachrichten, diese dreisten Lügen von Trump und Co und diese aufgheizte Stimmung im Moment einfach nicht gebrauchen kann. Nach drei Monanten ohne Nachrichten stelle ich fest, dass sich die Welt weniger verrückt und friedlicher anfühlt. Ich denke nicht, dass es eine Dauerlösung ist, komplett auf Nachrichten zu verzichten. Aber das positive Gefühl, welches sich eingestellt hat, zeigt mir, dass ich es selber beeinflussen kann, was ich an mich ran lasse und was nicht. Und es hat mir gezeigt, dass mein Leben viel mehr durch die Menschen im meinem direkten Umfeld beeinflusst wird, als von dem ganzen Getöse da draußen.
Erna Wacha-Egger
Der Weg vom unbewussten ins bewusstSEIN, war am Anfang ein schmerzvoller Weg, bis ich aufhörte, mich für mein so SEIN und für mein DASEIN, vor sogenannten anderen zu rechtfertigen. Ich bin dankbar, sowie FREI von den Meinungen anderer. Wer den Weg seines Herzens geht, ist F R E I !!!
Herzliche Grüße
Erna