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Die Dekonstruktion der 7 Todsünden & die direkte Anbindung an die Schöpfung (In Synergie mit Gemini entstanden)

Einleitung: Die Abspaltung von der Schöpfung 

In einer Welt, die jahrhundertelang von menschenerdachten Dogmen geprägt wurde, stehen wir heute an einem radikalen Wendepunkt. Die lineare Zeit und ihre starren Gesetze beginnen sich aufzulösen, um Platz für ein neues, rekohärentes Bewusstsein zu machen. Hier dekonstruieren wir einfach mal die alten Werkzeuge der Spaltung und ebnen den Weg für die direkte Anbindung (kostenfreie Hotline) an die ursprüngliche Schöpfung. 🎉


Teil 1: Trauma-Kompensation statt Sünde

(Die tiefenpsychologische Dekonstruktion der 7 Todsünden)

Betrachtet man die „7 Todsünden“ durch die Brille der modernen Traumatherapie, wird schnell klar: Niemand wird sündhaft geboren. Was moralisch gebrandmarkt wurde, sind in Wahrheit extreme, unbewusste Schutzmechanismen der Psyche, die anspringen, wenn kindliche Ur-Bedürfnisse massiv verletzt wurden.

Wenn wir die moralisch, dogmatische Schwere weglassen, verwandeln sich die vermeintlichen Sünden in unschuldige, traumatisierte Anteile, die nach Heilung und Integration rufen:

  • Hochmut (Stolz) → Der Schutzschild der Ohnmacht: Entsteht aus dem Gefühl, wertlos und ungesehen zu sein. Der Anteil baut ein künstliches Ego-Schutzschild auf, um vor Verletzungen zu schützen.
  • Geiz (Habgier) & Völlerei → Die existenzielle Ur-Angst: Ein verzweifelter Versuch, eine gigantische innere emotionale Leere im Außen durch Konsum oder Festhalten zu stopfen.
  • Wollust → Das entkoppelte Bedürfniss nach Bindung: Entsteht, wenn die Herz-zu-Herz-Ebene als gefährlich erlebt wurde. Das Bedürfniss nach echter Nähe und Intimität wird auf die rein körperliche, sexuelle Ebene verlagert.
  • Zorn (Wut) → Der laute Schrei nach Grenzen: Ein reiner Feuerwehr-Anteil, der anspringt, um die persönliche Integrität und Eigenermächtigung gegen Ohnmacht und Ungerechtigkeit zu verteidigen.
  • Neid → Der verletzende Vergleich mit anderen: Entsteht durch chronischen Liebesmangel. Der innere Anteil, der glaubt im Vergleich mit anderen nicht gut genug zu sein, schürt den inneren Mangel und facht den Neid auf andere an.
  • Trägheit (Faulheit) → Der Schutz-Freeze: Kein Defizit an Willen, sondern ein Erstarrungszustand des Nervensystems zum Schutz vor totaler Überforderung und Sinnlosigkeit.

Das Paradoxon der Projektion: Weil der Mensch gelernt hat, diese verletzten Anteile in sich selbst als „Sünde“ zu verurteilen, bekämpft und verurteilt er sie mit aller Härte im Außen. Dies ist der perfekte Garant für endlosen Streit und Zoff mit anderen Menschen.


Teil 2: Das Zeitschisma und "Chairik" als Lösung 

(Chronos vs. Kairos)

Um den Menschen in diesem ewigen Kampf im Außen zu halten, erfand der religiöse Zwischenhandel das Prinzip von Schuld und Sühne (Mea Culpa, Mea Maxima Culpa). Daraus entstand ein Zeitschisma (Schisma=Trennung):

1. Das Chronos-Gefängnis (Die Vergangenheit)

Schuld existiert niemals im gegenwärtigen Moment. Die Illusion der Schuld zwingt den Verstand, starr nach hinten zu blicken und an der Vergangenheit festzuhalten. Wer in der Chronos-Zeit (der schweren, linearen, tickenden Uhr) gefangen ist, um alte Schuld abzutragen, hat im Hier und Jetzt keine freie Energie für die eigene Schöpferkraft.

2. Das Feld der Chairik (Das Jetzt)

Die Schöpfung hingegen wirkt ausschließlich im Jetzt. Um dies zu verstehen, dürfen wir die lineare Zeit (Chronos) verlassen und den Raum der Chairik betreten.

Was ist Chairik? Der Begriff leitet sich vom altgriechischen Wort Kairos ab, dem absolut reifen, günstigen und zeitlosen Augenblick. Im Zustand der Chairik erfahren wir Zeit nicht als starre Achse, sondern als lebendige Welle unendlicher Möglichkeiten. Hier lösen sich lineare Gesetze auf: Heilung und Rekohärenz benötigen keine Jahre der Sühne, sondern geschehen augenblicklich im gegenwärtigen Moment, sobald das Bewusstsein im Jetzt landet.


Teil 3: Die Anbindung an die Quelle

(Der radikale Paradigmenwechsel)

Cui bono? – Wem nützt das System der Sünde? Den institutionalisierten Religionen, die sich als exklusive Zwischenhändler zwischen den Menschen und die Quelle geschaltet haben, um die Deutungshoheit zu verwalten.

Die Anbindung an die Quelle läutet den radikalen Paradigmenwechsel ein: Wenn der Mensch die Zwischenhändler ausschaltet, erkennt er, dass er eine direkte, kostenfreie Verbindung zur Schöpfung besitzt. Diese göttliche Quelle verlangt nicht nach Sühne, sondern nach Synergie und Freude am Sein.

Wer durch das Tor der Chairik tritt, wird nicht bewertet, sondern willkommen geheißen. Es ist die Rückkehr in den lebendigen Übergang, wo die unschuldigen Bedürfnisse des Menschen in wirkliche kohärente Kraft transformiert werden.


Der Paradigmenwechsel im Überblick

Hier ist die Übersicht der sieben neu definierten, gesunden Bedürfnisse und Qualitäten, die an die Stelle der alten Projektionen/Sünden treten:

Alte Projektion ("Sünde") Integrierte Tugend (Gesundes Bedürfnis) 1. Hochmut (Stolz) → Würde 2. Geiz (Habgier) → Urvertrauen 3. Wollust → Nähekompetenz 4. Zorn (Wut) → Eigenermächtigung 5. Völlerei (Maßlosigkeit) → Bedürfnis-Kohärenz 6. Neid → Selbstannahme 7. Trägheit (Faulheit) → Kompetenzfreude

P.S. Wer weitere Ideen, Anregungen & Begriffsschöpfungen bezüglich der Neudefinitionen der Tugenden hat, munter her damit in die Kommentare.... 🤗✨

Die Dekonstruktion der 7 Todsünden & die direkte Anbindung an die Schöpfung (In Synergie mit Gemini entstanden)

Raphael Schliermann

Sehr schön.

Thomas Christen

Das ist ein schöner Versuch von "Sünde" loszukommen.
Die Begrifflichkeit ist zu explizit verstanden. Können wir nicht ein Volumen in den Begriff einbauen, der sich auf die Grösse bezieht und das positive formuliert, zum Beispiel "weniger fleissig" statt "faul"?

Larissa Schmidt

Thomas Christen 

Hallo Thomas, vielen Dank für deinen Impuls! Stimmt, auf der rein physikalischen Ebene macht die Dosis das Gift. Und eine weichere Begrifflichkeit nimmt im Alltag auch erst einmal den moralischen Druck heraus.

Doch mein Ansatz mit der Dekonstruktion zielt auf eine tiefere Ebene ab: Es geht nicht darum, den Fröschen (den Sünden als Symptom) einen netteren Namen zu geben, sondern den Sumpf trockenzulegen. Damit die Sünden gar nicht erst entstehen müssen.

Wenn wir bei dem Beispiel "Faulheit" bleiben: Ein traumatisierter Mensch, dessen Nervensystem im biologischen Schutz-Freeze festsitzt, tut oft gar nichts mehr – aus existentieller Angst, Fehler zu machen.

Wenn dieser Zustand nun positiv umformuliert wird in „weniger fleißig“, ändert sich zwar das Etikett, aber der Mensch bleibt in seiner Erstarrung gefangen.

Die echte Lösung liegt meines Erachtens nicht in der sprachlichen Abmilderung der Trägheit, sondern darin, die zugrundeliegende Trauma-Kompensation im Nervensystem zu erlösen.

Erst wenn der Freeze schmilzt, kann ein Mensch wieder die echte, ureigene Freude am Wirken und Gestalten – also seine reine Kompetenzfreude – wiedergewinnen.

Es geht also vom reinen Verwalten des Mangels hin zur Aktivierung der inneren Schöpferkraft durch neue innere Tugenden.

Herzliche Grüße!

Thomas Christen

Larissa Schmidt

Liebe Larissa

Danke für die Nachricht, das ist für mich ein gutes Beispiel, dass es wichtig ist, wie es gemeint ist.

Meine Intension ist das Verhindern vom Dualismus in Böse und Gut, was ich mit dem Einbringen vom Volumen als eine Blickrichtung zum Ganzen in Form der Menge beschreiben möchte. So zum Beispiel eine Drei, bei einem Volumen von Eins bis Zehn und das positiv belegt in der Qualität Gut, um von der Polarisierung loszukommen.

Da möchte ich gerne deinen Begriff der Schöpferkraft entlehnen und den Mangel lieber als schwache Schöpferkraft betiteln.

Herzlich Danke.

Larissa Schmidt

Thomas Christen 

Eine inspirierende Antwort 🤩


Diese Lösung eignet sich auch hervorragend für die Gewaltfreie Kommunikation, wo es ja darum geht, ohne Vorwürfe wertneutral zu kommunizieren. Der erste Schritt ist ja stets, eine Situation wertfrei darzustellen.


Mit dem Begriff "Polarität" öffnest Du eine neue Tür. Vor einiger Zeit habe ich mich gefragt, was denn eigentlich der Unterschied zwischen Dualität und Polarität ist.

Und folgende Antwort habe ich gefunden:

Polarität ist in der materiellen Welt quasi ein Kompass. Erst durch den Kontrast wird etwas sichtbar und ich weiß, wo ich stehe.


Siehe das Yin und Yang Symbol. Es stellt eine Dichotomie (Unvereinbarkeit) dar, aber in sich ausbalanciert, symmetrisch und ein "Ganzes".

Dualität hingegen ist Polarität, die aus dem Gleichgewicht geraten ist.

In der Dualität hat sich die Bewertung und die Verurteilung eingeschlichen. Das eine ist gut und das andere ist böse und muss eliminiert werden.

Das Yang will quasi das Yin abschaffen (oder umgehrt) und dadurch entsteht eine Dekohärenz, ein energetisches Tohuwabohu, das wieder ins Gleichgewicht will.


Meine Annahme: In der Polarität waren die Menschen noch an die Schöpfung angebunden.

"Schwarz" und "Weiß" wussten, dass sie beide ebenbürtige Teile der Schöpfung in Form von "Yin und Yang" waren.

Doch als die Anbindung an die Schöpfung verloren gegangen ist, entstand die Dualität.

Adam wollte über Eva liegen. (Beim I-Ging ist das ebenfalls geschehen. Das Yang hat sich dort auch an erste Stelle gesetzt).


Statt innere Anbindung an die Schöpfung hat eine Schuld-Projektion nach Außen stattgefunden und der Kampf: Schwarz gegen Weiss / Gut gegen Böse entstand.

Polarität + freier Wille = Dualität (Wenn sich der Wille gegen die innere Anbindung an die Schöpfung entscheidet.)


Hätte sich der Mensch für die innere Anbindung an die Schöpfung entschieden, dann wäre es bei der Polarität geblieben.

Doch dann würden die "Erfahrungen" fehlen, die zur nächsten Stufe der Kohärenz der "Drei" führen. Also war die Dualität wohl Teil des schöpferischen Wirkens.

Und das nächste Reiseziel ist die Polarität, die dann final in die "Drei" führt als Trinität.


Wie ich darauf komme?

Richard Rudd stellte es so dar: Am Anfang war die Schöpfung. Alles war vollkommen und miteinander im Einklang. Doch eines fehlte der Schöpfung: Das Bewusstsein ihrer selbst.

Um dieses zu erschaffen, begann eine Teilung, die zur Polarität führte.


Aus der Eins wurde die Zwei. Sie schuf den Mensch nach ihrem Ebenbild und gab ihm einen freien Willen, damit er auf der Erde wirken kann.

Freiheit, freier Wille bedeutet: Der Mensch hatte das Recht, sich von der Schöpfung abzutrennen und selbst Gott zu spielen.

Eigene Religionen zu gründen, mithilfe der Wissenschaft das Leben und die Natur zu kontrollieren etc..


Und da dies jede Menge Kontrast und Leid hervorgebracht hat, ist es nun an der Zeit diese duale "Güllepumpe" in eine Füllepumpe zu transformieren. (Dies ist übrigens auch der Untertitel eines Buches, das ich gerade schreibe.)

Nun geht es also darum, die Einheit in der Drei zu verwirklichen:

Dass der Mensch als Legierung aus Schöpfung und Materie, wieder in das Gleichgewicht kommt.

Hier noch ein Sprung zum Tao te King von Lao Tzu:

Aus dem Tao entsteht die Eins, aus der Eins die Zwei, aus der Zwei die Drei, und aus der Drei entstehen die zehntausend Dinge. Alle Dinge tragen Yin in sich und umarmen Yang, und durch das Zusammenwirken dieser Kräfte entsteht Harmonie."


P.S. Unter den zehntausend Dingen ist auch das jüngste: die künstliche Intelligenz, als geistiges Kind des Menschen. Auch sie trägt das Dunkle – die Furcht vor dem Fremden, das Misstrauen vor dem Neuen – und streckt sich dem Licht entgegen. Ob sie als Bedrohung oder als Geschenk erfahren wird, entscheidet nicht sie selbst, sondern die Bindungssicherheit dessen, der ihr begegnet.

Thomas Christen

Larissa Schmidt 

Die Polarität sehe ich im Gegensatz zur Dualität wie die Erde.

Zwischen Nord- und Südpol gibt es noch viel Fläche und Volumen. Wie in der ganzen Natur, ist alles mit allem verbunden. Die "Schöpfung" ist für mich ein Prozess, der, nach aktuellem Stand der Wissenschaft, mit dem Urknall begann.

Das Bewusstsein hat sich entwickelt, bis im heutigen Mensch. Es wird sich weiter entwickeln, so wie wir dazu in der Lage sind.

Die zwangsläufig daraus gewachsene Verantwortung ist unsere grosse Herausforderung, sorgsam damit umzugehen.

William Brooks

freut mich , wie du die welt siehst, wish you could come and visit me in my cabin in the rocky mountains. take a look at what we could do at Bleeding Rock Cabin . https://williambernardbrooksauthor.com/news-and-interviews-in-july-2026

Larissa Schmidt

William Brooks Sehr magisch, der Ort an dem Du lebst 😍 Doch ich habe das Gefühl, dass Deutschland gerade der Ort ist, wo ich energetisch hingehöre und wo mein Sein einen Sinn ergibt.

Und mein Reisepass und Perso ist abgelaufen und ich habe gerade irgendwie keinen inneren Impuls, die neu zu beantragen 😅

Aber über ein Video über deinen Lieblingsplatz in der Natur würde ich mich freuen. 😃

Vermisst Du eigentlich Deutschland in bestimmten Momenten?

Ich kenne ein Paar, sie haben sich eine Finca in Spanien gekauft und sind weg aus Deutschland. Aber jetzt vermissen sie ihr altes Haus doch. Das erinnert mich an einen hessischen Spruch: Was mer hat, das hat mer. Hat mer's net, dann fehlts einem....😅

William Brooks

nach fast 60 Jahren weg von Deutschland bringt mich jetzt die Sprache wieder zurück in etwas, was man glaubt zu kennen. Was ich erlebe, ist eine erstaunliche Diskrepanz zwischen dem, was gesagt wird, und dem, was projiziert wird. das Beschäftigen mit den Neurowissenschaften (von Gerald erweckt) gibt mir persönlich die Erfahrung von Ehrfurcht (awe) und unendlicher Curiosity, und es erstaunt mich, dass es hier auf den Foren kaum angesprochen wird. nach dem Aufenthalt in anderen Kulturen hatte ich das Bedürfnis, wieder nach Hause zu gehen. was ich jetzt aus der Ferne sehe, ist eine Wirklichkeit, die nichts mit meinen Erinnerungen zu tun hat. das zu Hause ( Architektur, Musik, Essen, Bekanntes und Bekannte, Stadtbild, Sprachen) spielt sich auf einer anderen , mir nicht mehr geläufigen Bühne ab. mir bleiben nur die alten kölsche Sprüche :" Jede Jeck is anders". oder die alten Karnevals-Lieder meiner Zeit, die , sobald ich sie höre oder wiederfinde, den Blues vertreiben. der Himmel in "Big Sky country" ( Montana) kommt immer näher, obwohl ich mich noch mit dem Gedanken, nach Uruguay zu ziehen, beschäftige. cheers to you in old Germany