Skip to main content

Worum es geht:

Das Gehirn kann sich ein Leben lang selbst erneuern. Es kommt nicht auf den Abbau an, sondern darauf, dass die Erneuerung aktiv gefördert wird.

Dafür sind entscheidend: Freude am Entdecken und Gestalten, Sinn im Leben finden, Gute Beziehungen pflegen

Kurz gesagt, Demenz ist das Ergebnis mangelnder Anregung und Lebensfreude, was durch eine bewusste Lebensweise vermieden werden kann.

Alf Säuberlich

Für mich gehört neben dem gesagten von Gerald auch die vernünftige Versorgung des Körpers und damit des Gehirns mit dem Notwendigen, also auch den entsprechenden Baustoffen, dazu.

imani

Hallo in die Runde,

danke liebe Katharina und lieber Gerald für diesen ermutigenden Film und das Forum.

"Er fährt nur noch kurze bekannte Strecken selbst mit dem Auto", "wir können nur den Verfall verzögern" oder "es ist so anstrengend mit all den Arzt- und Therapeutenterminen. Und die sind immer schwerer zu bekommen". Das haben wir in den letzten Monaten in unserem Umfeld öfter gehört.

Dort gibt es gerade mehrere Fälle von Demenz und auch meine Eltern hat es in ihren letzten Jahren erwischt. 

Ich denke, dass auch der 2. Weltkrieg (noch) eine Rolle spielt. Die Leute haben verdrängt, konnten viele Erlebnisse nicht in Worte fassen und haben alle Energie in den Wiederaufbau gesteckt. Sie hatten nicht die Zeit, Ruhe und innere Freiheit, in jungen Jahren neue Dinge entspannt in der Freizeit zu tun.  Dann, als sie endlich in Rente waren, wurden die Freunde rings um sie allmählich krank, nachts kamen die Erinnerungen ... so war es bei meinen Eltern und einem Freund, der heute 83 ist und mal davon erzählt hat. Im Beruf haben sie verlässlich gearbeitet, ihren Kindern eine ziemlich unbeschwerte Jugend geboten, in der wir die Möglichkeit hatten, andere Länder und Kulturen kennenzulernen, interessante Dinge auszuprobieren ... so haben wir heute zumindest im Bereich Lebensführung eine bessere Ausgangsbasis. Das ist wahrscheinlich ein wesentlicher Faktor, warum es der Alterkohorte 60 – 70 besser geht als den Älteren.

Dieses Musik-Experiment im Altenheim ist sooo schön und so lebendig erzählt ! 

Und alte weise Elefantin zu sein ist doch für uns Kriegsenkel eine schöne Aufgabe in dieser Zeit des großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels der nun ansteht.

Auch das Beispiel von den Wildeseln von Bendine Röwer finde ich schön. In unserem Umfeld gibt es schon einige „Wildesel“, die die Weiden finden, wo es selbst organisierte Lebensmittelversorgung, Konzerte, Vorträge, Singwochen in der Provence, Wandertage, Kleidertausch, Kinoabende und vieles mehr gibt.
Die werden auch sicher nicht so schnell dement. :-)

Was denkt ihr,

wieviel Einfluss haben Krieg und Selbstorganisation, also Lebensführung auf Demenz ?

Ich wohne in der Nähe von #Darmstadt und würde mich über einen #Austausch bei einem Spaziergang oder einer Tasse Kaffee oder Tee freuen.

Bin gespannt auf weitere Kommentare hier und wünsche euch eine schöne Zeit

imani