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a blue moon showed up in the rocky mountains today and brought some insights; villeicht interessiert es Euch. cheers:

Die Würde, die kam, als ich zu leben begann

Wir sprechen oft von Würde, als wäre sie ein Besitz.

Etwas, das jeder Mensch von Geburt an hat.
Ein Recht.
Ein Wert.
Eine unverlierbare Eigenschaft.

Je älter ich werde, desto weniger sicher bin ich mir, ob ich Würde auf diese Weise erfahren habe.

Vielleicht besitzt der Mensch Würde.

Aber die Würde, die mein Leben berührt hat, fühlte sich anders an.

Sie war nicht einfach da.

Sie kam.

Sie erschien in bestimmten Augenblicken.

Beim Arbeiten mit Ton.
Im Blick eines Hundes.
In der Begegnung mit einem Menschen.
In der Stille einer Landschaft.
In jenen seltenen Momenten, in denen die Welt aufhörte, ein Gegenstand meiner Betrachtung zu sein, und stattdessen zu einer Gegenwart wurde, an der ich teilhatte.

Dabei entstand in mir die Frage:

Ist Würde vielleicht weniger etwas, das wir besitzen, als etwas, das geschieht?

Etwas, das sich einstellt, wenn wir aufhören, außerhalb des Lebens zu stehen?

Wenn wir nicht länger beobachten, bewerten und kontrollieren, sondern teilnehmen?

Vielleicht verlangt diese Form der Würde sogar ein Opfer.

Die Bereitschaft, sich berühren zu lassen.

Die Bereitschaft, verändert zu werden.

Die Bereitschaft, sich als Teil eines größeren Zusammenhangs zu erfahren.

Ich frage mich, ob Würde in diesem Sinn nicht die Erfahrung einer gelungenen Beziehung ist.

Eine Beziehung zu sich selbst.
Zu anderen Menschen.
Zur Natur.
Zum Leben.

Vielleicht ist Würde dann kein Besitz, sondern eine Art Resonanz.

Ein Geschehen zwischen Mensch und Welt.

Mich würde interessieren, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Ist Würde etwas, das man hat?

Oder etwas, das kommt?

Christiane kunze

Ich würde sagen sowohl als auch. DANKE William. Thank you very much for your words. The very kindness of god