Warum Wir (Eltern) so wichtig für die Zukunft (Kinder) sind?
Kinder sind der Inbegriff für die Zukunftsfähigkeit der Menschheit und die Verkörperung der Zukunft selbst.
Wenn wir über Kinderliebe schreiben oder reden, sollten wir zeitgleich auch den Begriff Elternliebe verwenden, oder nicht?
Der Fürsorge und der Liebe gegenüber unseren Kindern können wir nur gerecht werden, wenn wir für uns selbst gut sorgen, das heißt für mich, wenn wir auf einer ganz "biologischen" Ebene reguliert sind - welche nicht immer wieder von eigenen Sonder-Schutzprogrammen sabotiert wird. Denn nicht unsere guten Wünsche und Vorsetzte prägen unsere Kinder, sondern unser Nerven-System-Zustand und die damit verbundene Haltung.
Aber welche Möglichkeiten haben wir als Eltern eigentlich, um wieder in einen regulierten Zustand zu kommen? Viele sehe ich da persönlich nicht. Meditation mag helfen oder auch Autogenes Training, vielleicht sind ausreichend finanzielle Mittel zu besitzen auch hilfreich, aber ich sehe die eigentliche Lösung in eigenständiger Verbundenheit zu anderen Eltern.
Eltern brauchen Eltern, die sich im Alltag gegenseitig unterstützen. Die Großfamilien von früher existieren kaum mehr. Tragfähigkeit können wir im Grunde nur mit freiwilliger alltäglicher Unterstützung anderer Eltern erreichen.
Und im Grunde ist diese Tragfähigkeit nur in gemeinschaftlichen Lebens-Modellen zu erreichen.
Daher denke ich, Kinderliebe bedeutet vor allem, soziale Strukturen zu schaffen, welche gemeinschaftliches Miteinander der Eltern fördern können - damit Eltern wieder die Möglichkeit haben, um in einen regulierten Zustand kommen zu können.
Das ist ein sehr stimmiger Impuls.
Es braucht tragfähige menschliche Netzwerke überall. Menschen für Menschen!
Dann wird der Staat überflüssig.
Eine Freundin erzählte mir folgende Geschichte:
Eine Kita hatte die Preise für die Verpflegung wieder einmal erhöht.
Da war bei einigen Eltern das Maß voll.
Sie haben sich miteinander verbunden und folgende private Lösung gefunden:
Einmal in der Woche betreut jeweils eine Mutter die Kinder der anderen Mütter. 🎉
Ich finde, das ist eine gelungene Lösung!
Basierend auf Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Eltern. Anstatt die Kinder in Kitas, zu wildfremden Betreuern zu bringen oder in staatlichen Institutionen abzugeben.
So betreut jede Mutter einmal in der Woche ihr eigenes Kind und lernt dabei auch die anderen Kinder kennen.
Das setzt natürlich bestimmte Sozialkompetenzen (den anderen als Subjekt wahrzunehmen) und Konfliktfähigkeit voraus, damit solche Netzwerke entstehen und wachsen können.
Aber das ist definitiv der Weg. Eigenverantwortliche Menschen, die einander Schutz, Halt und Geborgenheit geben und miteinander Lösungen erarbeiten . 🌱💦🌄
